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Gründung eines Unternehmens: Die Alternative zum Existenzgründer




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Gründung eines Unternehmens: Die Alternative zum Existenzgründer

Die Gründung eines Unternehmens bedarf frühzeitiger Planung. Ein wohl durchdachtes Geschäftsmodel ist einer der ersten wichtigen Schritte für eine erfolgreiche Neugründung.



Die Gründung eines Unternehmens: Die Alternative zum Existenzgründer


In Zeiten, in denen viele um ihren Arbeitsplatz bangen müssen, spielt so mancher mit dem Gedanken einer Unternehmensgründung. Oft steht auch der Wunsch nach Selbstbestimmung und unternehmerischer Freiheit im Vordergrund. Wer kreativ und ehrgeizig ist, dazu noch ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit und Risikobereitschaft mitbringt, für den kann eine Existenzgründung oder Unternehmensgründung eine gute Alternative sein. Je nach Geschäftsidee und Unternehmensart sind Gründungen auch ohne hohen Kapitaleinsatz möglich.

Bevor man sich Hals über Kopf in die Selbstständigkeit stürzt und in die Gründung eines Unternehmens investiert, sollte man ein genaues Geschäftskonzept / Geschäftsmodel ausarbeiten. Erfolgreiche Gründungen müssen von gut durchdacht werden. Da nur etwa 20 Prozent aller Neugründungen die ersten fünf Jahre überstehen, ist es wichtig, ein Businessmodel auszuarbeiten, das die Geschäftsidee konkretisiert und im Anschluss einen Businessplan für Kapitalgeber oder Partner zu entwickeln. Dieser adressiert u.a. Standort- und Personalfragen, eine Marktanalyse, die strategische Ausrichtung, Risiken sowie Möglichkeiten der Finanzierung.

Für die Umsetzung einer Geschäftsidee ist ein wichtiger Aspekt frühzeitig mit Kunden zu sprechen und dessen Kundenproblem (job to be done) zu verstehen um nicht irgendein Produkt zu entwickeln, sondern ein solches das Kundennutzen stiftet. Vereinfacht gesagt, ist es wichtig das "richtige Produkt" zu entwickeln. Dieses kann in Kundengesprächen verstanden werden und mittels z.B. dem Business Model Canvas oder Lean Canvas in Schriftform gebracht werden.

Falls das Gründungsteam noch nicht vollständig ist, ist ein weiterer Aspekt Mitstreiter zu finden. Beispielsweise könnte einem Maschinenbauer ein Marketing- und Vertriebsexperte fehlen. Dabei sind heterogene Teams oft von Vorteil, wobei stark auf einen persönlichen "Fit" zu achten ist. Die Suche nach einem Mitgründer wird oft mit der Partnersuche verglichen, die Gründer sollten gut miteinander auskommen. Viele Gründer lernen sich anfangs über kleine gemeinsame Projekte kennen und gründen später gemeinsam.

Die Perspektiven von Gründungen sind sehr stark abhängig von der Art der Gründung. Unternehmensgründungen im High-Tech-Bereich und in technologieintensiven Branchen sind volkswirtschaftlich von großer Bedeutung. Sie haben erheblichen Einfluss auf den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und den Wachstum eines Landes, treiben durch Inventionen und umgesetzte Innovationen den technischen Fortschritt voran und investieren in die Zukunft durch Schaffung von Arbeitsplätzen. So bieten innovative High-Tech Gründungen, technologieorientierte Gründungen, Hochtechnologie-Gründungen und Hochschulgründungen oft vielversprechende Erfolgsaussichten. Auch Patente anzumelden und diese Innovation zu vermarkten, ist oft erfolgversprechend.


Wenn die Geschäftsidee validiert und die Finanzierung abgeklärt ist, bleibt noch die Frage nach der Rechtsform. Da bei einer GmbH Gründung (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ein Stammkapital von 25.000 Euro gesetzlich vorgeschrieben ist, ist eine haftungsbeschränkte UG Gründung (Unternehmergesellschaft) oder auch eine Limited eine Alternative für Existenzgründer ohne finanziellen Background. Sowohl bei der Limited als auch bei einer UG Gründung ist das Mindestkapital sehr gering.

Nun bleibt noch zu überlegen, wie die Geschäftsidee in die Tat umgesetzt werden soll. Eine Neugründung eines Unternehmens bedeutet ein größeres unternehmerisches Risiko als eine Franchise Gründung, bei der eine bestehende Geschäftsidee "gemietet" wird und oft nur wenig Eigenkapital erforderlich ist. Auch eine Joint Venture Gründung, bei der zwei oder mehr Gesellschafter ein Gemeinschaftsunternehmen gründen ist eine Alternative. Oder eine Ausgründung, bei der eine Abteilung oder ein Betriebsteil eines Unternehmens oder einer wissenschaftlichen Einrichtung ausgegliedert und verselbstständigt wird, bedeutet, das Unternehmensrisiko zu minimieren. Eine Sonderform der Ausgründung ist das Spin-off, eine Ausgliederung von Forschungs- und Entwicklungsabteilungen eines Unternehmens oder einer Forschungseinrichtung.